Nach Grammatik und weiteren Themen des Bildungsplans befassten wir uns in Deutsch mit der Welt des Theaters. Hierzu kam die Theaterpädagogin Frau Endres für einen Workshop ans HGÖ, in dem sie die Klasse 6e und 6f auf das Theaterstück „35 Kilo Hoffnung“, welches auf dem gleichnamigen Roman von Anna Gavalda basiert, praktisch vorbereitete. Schnell wurde klar, dass das Thema „Schule“ im Familienlieben, Stärken außerhalb der Schule, aber auch Versagensängste Aspekte sind, die nicht nur die Hauptfigur David, sondern manchmal auch uns betreffen.
Am 26.01. 2026 waren die Klassen 6f und 6e des Hohenlohe Gymnasiums Öhringen schließlich in der „Box“ des Theater Heilbronn, um das Stück „35 Kilo Hoffnung“ anzuschauen.
Begonnen hatte der Schultag um 8 Uhr mit fast regulärem Unterricht in der 6f mit Informatik und NIT. Fast regulär, da der Tag unter dem Einfluss eines ungewohnt hohen Schneeaufkommens stand und somit beinahe die Hälfte der Schülerinnen und Schüler aufgrund von ausfallenden Bus- und Bahnverbindungen nicht einmal zur Schule kommen konnten. Entsprechend stand sogar der Besuch des Theaters unter einem großen Fragezeichen. Die beiden Klassenlehrerinnen Frau Kerndle, 6f und Frau Ernst, 6e planten daher die Regionalbahn anstelle der ausgefallenen Stadtbahn zu nehmen. Die längere Wartezeit vertrieben sich die beiden Klassen mit einem Schneemann-Bau-Wettbewerb, welchen die 6f für sich entscheiden konnte. Nach einiger Verzögerung traf der RE ein und beide Klassen machten sich damit auf von Öhringen nach Heilbronn, auf dessen Weg doch noch Schülerinnen zusteigen konnten.
Nach der Ankunft in Heilbronn liefen wir gemeinsam zur „Box“ des Theaters Heilbronn. Dort angekommen hatten wir noch etwas Zeit, um unsere Jacken abzugeben und unsere Plätze einzunehmen. Die Aufregung war bei vielen groß, da einige von uns noch nie zuvor in einem Theater gewesen waren. Kurz darauf begann auch schon das Theaterstück.
Das Stück „35 Kilo Hoffnung“ handelt von dem Jungen David, der große Probleme in der Schule hat und sich dort oft unverstanden fühlt. Er ist sehr schlecht in Mathe und anderen Schulfächern, obwohl er eigentlich sehr klug ist. Besonders gut kann er handwerkliche Dinge und bastelt gern. Sein größter Unterstützer ist sein Opa, der an ihn glaubt und ihm Mut macht. David leidet sehr unter dem Druck der Schule und der Angst, zu versagen. Im Laufe des Stücks merkt man jedoch, dass nicht jeder Mensch auf die gleiche Art lernen muss und dass auch praktische Fähigkeiten sehr wertvoll sind.
Das Theaterstück wurde von nur wenigen Schauspielern gespielt, die aber mehrere Rollen übernommen haben. Dadurch war es manchmal überraschend, aber auch sehr spannend. Das Bühnenbild war eher einfach gehalten, passte aber gut zur Geschichte und lenkte nicht vom Inhalt ab. Besonders beeindruckend war, wie gut die Gefühle von David dargestellt wurden, sodass man sich gut in seine Situation hineinversetzen konnte.
Nach dem Ende des Stückes gab es viel Applaus. Viele Schülerinnen und Schüler fanden die Geschichte interessant, da sie gut gezeigt hat, wie schwer Schule für manche Kinder sein kann. Anschließend machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Öhringen. Trotz des vielen Schnees und der Verzögerungen war der Theaterbesuch ein besonderes Erlebnis und ein gelungener Klassenausflug, der uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.





Geschrieben von Philina Kupfer 6f am 3.Februar 2026