12. Februar 2026

Chinaaustausch 2025/26

Zwischen Wolkenkratzern und Tempeldächern, Schuluniformen und Gastfamilien erlebten wir China nicht als Touristen, sondern als Gäste und manchmal sogar als Freunde.

Am 30. Oktober begann unser Abenteuer am Frankfurter Flughafen, wo wir uns untereinander erstmals richtig kennenlernten. Nach einem langen Flug wurden wir von einem Reisebus und unseren Reiseführern Tony und Jayson abgeholt und zu einem Restaurant gebracht wo wir unsere erste chinesische Mahlzeit, Peking-Ente, verkosteten. Als wir uns dann später auf den Weg zum Sommerpalast machten, entdeckten wir, dass viele Chinesen auf Dreirädern mit bunten Decken fahren, was bei uns für große Erheiterung sorgte. Nach einem langen Tag ließen wir den Abend gemütlich bei Sonnenuntergang an der Seepromenade ausklingen.

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir mit der Besichtigung verschiedenster Touristenattraktionen in und um Beijing, darunter die Chinesische Mauer, den Himmelstempel, die verbotene Stadt und den Platz des himmlischen Friedens.

Danach machten wir uns mit dem alten, engen, nach Zigaretten stinkenden Nachtzug auf den Weg nach Xi’an, wo wir von unseren Gastfamilien herzlich aufgenommen wurden. Die folgende Woche verbrachten wir mit der Besichtigung vieler umliegenden Schulen und der örtlichen Universität. Wir lernten viel über den Schulalltag und die Regeln des Schulsystems, die uns teilweise sehr überraschten, etwa strenge Vorgaben zu Haarlängen, Deodorants oder Beziehungen. Durch viele gemeinsame Erlebnisse bauten wir enge Freundschaften untereinander und mit den Austauschschülern auf. Einige von uns haben immer noch regen Kontakt zu ihren Austauschpartnern. Am Tag vor der Weiterreise nach Suzhou besichtigten wir die Terrakotta Armee, bei der wir den Großteil des Tages verbrachten. Den letzten Tag durften wir allein mit unseren Familien gestalten, um die Zeit abzurunden und uns zu verabschieden. Dann ging es für uns wieder in den Nachtzug.

In Suzhou durften wir die von Venedig inspirierte Stadt entdecken und genossen einen entspannten Nachmittag am Panmen-Tor, wo wir uns vom Großstadtstress erholten. Abends fuhren wir direkt weiter nach Hangzhou, übernachteten dort und starteten voller neuem Tatendrang den Tag mit einer Bootstour über den West See. Anschließend konnten wir Souvenirs für unsere Lieben zu Hause kaufen, bevor es auch schon wieder auf die Straße Richtung Shanghai, einem weiteren Höhepunkt unserer Reise, ging. 

Von den grellen Lichtern der lebendigen Großstadt geblendet, machten wir eine kleine Bootsfahrt, bei der wir die Skyline von Shanghai bewunderten. Unseren letzten Tag begannen wir mit dem Besuch des Jin Mao Turmes, dem dritthöchsten Gebäudes in Shanghai, von wo aus wir die Stadt aus einem ganz neuen Blickwinkel sahen. Ein aufregendes Erlebnis für viele war der anschließende Aufenthalt in einem chinesischen Fake Markt, wo die letzten Groschen herausgeworfen wurden. Erschöpft, aber mit vielen neuen Eindrücken, vollen Taschen und unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck traten wir am folgenden Tag schließlich die Heimreise an.


Merle Breuninger, David Paidar-Darian, Anna Weck, Februar 2026

zurück