19. Oktober 2026

Ein Blick hinter die Kulissen der Rettungsleitstelle Hohenlohekreis

Am Freitag, 16. Oktober 2026, unternahm die Sani-AG eine Exkursion zur Integrierten Leitstelle Hohenlohekreis nach Gaisbach. Ziel war es, die Arbeit einer Rettungsleitstelle und die Abläufe hinter der Notfallversorgung kennenzulernen. Dabei konnten die Schulsanitäter ihr Wissen aus der Ersten Hilfe um wertvolle Einblicke in den Alltag des Rettungsdienstes ergänzen.

Um 7:50 Uhr trafen sich die Schüler vor dem Haupteingang des Bahnhofs Öhringen. Von dort ging es gemeinsam mit dem Bus nach Gaisbach. In der Leitstelle wurden wir von Frau Lechner, der Koordinatorin für Schularbeit, begrüßt.

Anschließend stellte Herr Heigoldt, Leiter der Integrierten Leitstelle Hohenlohekreis, die Arbeit der Leitstelle anhand einer anschaulichen Präsentation vor. Er erklärte den Aufbau und die Aufgaben der Einrichtung und gab einen Überblick über das Einsatzgeschehen im Hohenlohekreis. Dabei wurde deutlich, welche wichtige Rolle die Leitstelle bei der Koordination der Notfallversorgung spielt.

Besonders interessant war der Einblick in die Ausstattung der Dispositionsarbeitsplätze. Jeder Arbeitsplatz verfügt über mehrere Bildschirme sowie eine Touch-Oberfläche zur Bedienung der Telefonanlage und des Funks. Über diese Systeme nehmen die Mitarbeiter Notrufe entgegen, erfassen wichtige Informationen und alarmieren die entsprechenden Einsatzkräfte.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Notrufannahme. Herr Heigoldt erläuterte, welche Angaben besonders wichtig sind. So wird beispielsweise eine Rückrufnummer abgeglichen, falls die Verbindung unerwartet abbricht. Je nach Notfallsituation werden weitere gezielte Fragen gestellt, um die Lage schnell und zuverlässig einschätzen zu können.

Anschließend besichtigten die Schüler die Räumlichkeiten der Leitstelle. Zunächst ging es in den Besprechungsraum, von dem aus man durch eine Glasscheibe in den Leitstellenbereich blicken konnte. Dort befinden sich vier zusätzliche Arbeitsplätze zur Notrufannahme, die in außergewöhnlichen Einsatzlagen genutzt werden, um ein erhöhtes Notrufaufkommen zu bewältigen.

Danach folgte der Besuch im Herzen der Leitstelle. Herr Heigoldt demonstrierte anhand eines beispielhaften Anrufs, was geschieht, wenn jemand die Notrufnummer 112 wählt. Die Schüler konnten verfolgen, welche Informationen auf den Bildschirmen erscheinen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig strukturierte Abläufe, schnelle Entscheidungen und präzise Kommunikation sind, damit Hilfe ohne Verzögerung auf den Weg gebracht werden kann.

Im Anschluss wurden uns verschiedene Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes vorgestellt. Dazu gehörte das Fahrzeug der Schnelleinsatzgruppe Erstversorgung (SEG-E), das den regulären Rettungsdienst bei einem Massenanfall von Verletzten oder größeren Schadenslagen unterstützt.

Außerdem lernten die Schulsanitäter den Ranger des DRK-Ortsvereins Künzelsau kennen. Dieses Fahrzeug wird insbesondere zur Absicherung der Feuerwehr bei Brandeinsätzen eingesetzt.

Abschließend wurde noch kurz darauf eingegangen, wie wichtig eine gute Vorbereitung auf Krisen- und Katastrophenlagen ist. Auch wenn wir hoffen, niemals in eine solche Situation zu geraten, zeigte sich wie entscheidend es sein kann, vorbereitet zu sein, um im Ernstfall ruhiger bleiben zu können

Ein herzlicher Dank gilt dem DRK Hohenlohekreis für diese spannenden Einblicke. Unser besonderer Dank gilt Herrn Lars Heigoldt für die informative Präsentation und die anschaulichen Erklärungen, Frau Antje Lechner für die freundliche Begrüßung und Organisation sowie Frau Cynthia Thomitzni, die den Schülern die Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes zeigte. Durch ihr Engagement konnte die Sani-AG viel Neues lernen und wertvolle Erfahrungen für ihre Tätigkeit als Schulsanitäter sammeln.


Bch, Gp, Oktober 2026

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