9. Juli 2026

Einmal nach Avignon hin- und zurück

25 Jahre Frankreich-Austausch am HGÖ

Sonntagmorgen, 8.00 Uhr, Porte Thiers, an den Stadtmauern von Avignon.

24 Schülerinnen und Schüler warten gemeinsam mit ihren Gastfamilien nach einer Austauschwoche auf den deutschen Bus, der sie wieder nach Hause bringen soll.

Jeweils eine Woche Aufenthalt im Partnerland umfasste das Austauschprogramm der Stufe 8.

Das Programm in Deutschland und Frankreich war inhaltlich ähnlich: Die Schülerinnen und Schüler lernten das Schulsystem der Partner kennen, Exkursionen mit vielen Besichtigungen standen auf dem Programm und vor allem durften sie in den Alltag ihrer Gastfamilien eintauchen.

Schnell war klar, dass es doch einige Unterschiede gibt, von denen die einen reizvoll, andere aber auch erstaunlich sind.

So genießen die deutschen Schülerinnen und Schüler in ihrer Schule viel mehr Freiheiten und haben eine entscheidend kürzere Unterrichtszeit, in Frankreich dagegen müssen selbst nach Schulunterricht am Nachmittag noch Hausaufgaben erledigt werden. Dafür endet der Unterricht vor den Sommerferien in Frankreich bereits am 23.Juni., die Sommerferien dauern ca. 11 Wochen.

Auch beim Essen halten sich die Gewohnheiten, in Frankreich ein „bol“ zum Frühstück mit etwas Baguette, manchmal ein „pain au chocolat“, in Deutschland dagegen eine Brezel, von den Franzosen hochgeschätzt.

In beiden Wochen gab es neben der Schule ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm.

Die französischen Schülerinnen und Schüler besuchten Schwäbisch Hall, die Mittelalterstadt Rothenburg ob der Tauber und  Tübingen mit  Waldenbuch wegen der heißgeliebten Schokolade von Ritter Sport, ein Renner in Frankreich!

In Frankreich dagegen reichte das Programm von der Pont d’Avignon über den Papstpalast, bis hin zum Luberon mit den bekannten provenzalischen Städtchen Gordes und Roussillon und einem Strandbesuch in der Camargue bei Saintes-Maries-de la Mer, was sicherlich ein Highlight für die deutschen Schülerinnen und Schüler darstellte.

Der Austausch, organisiert durch die französische Kollegin Mme Gibiard und auf deutscher Seite Frau Schlecht jährte sich in diesem Jahr zum 25. Mal und setzte damit zugleich auch den Endpunkt dieses Programms.

Darum gilt unser Dank den beiden Schulen mit Direktion, den vielen Gastfamilien, die sich über die Jahre bereit erklärt haben, die Austauschschülerinnen und – schüler aufzunehmen und zu betreuen.

Ebenfalls ein herzlicher Dank geht an alle Kolleginnen und Kollegen, die uns in dieser Zeit unterstützt, mitorganisiert und begleitet haben.

Uns war es ein Vergnügen, aber und vor allem auch ein Bedürfnis, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu einer Begegnung mit dem anderen Land und vor allem unseren französischen Freunden zu ermöglichen. Viele schöne Erinnerungen bleiben, vielleicht auch so mancher Kontakt!

Merci et au revoir!


Sl, Julie 2026

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